Dienstag, 12. Oktober 2021

Die Beziehung zwischen Christentum und Judentum

Herzliche Einladung der Koplingfamilie Deidesheim zu einem Vortrag von Pfarrer DDr. Stefan Seckinger an alle Interessierten.

Der Vortrag findet statt am  Freitag, 29.10.2021 um: 20:00 Uhr im Saal des kath. Pfarrheims Bernhardushof, Heumarkststraße 67146 Deidesheim.
Bei der Veranstaltung gilt die aktuell geltende Corona Regeln (3-G-Regelung und Kontakterfassung am Eingang im Innenraum, 1,50 m Abstandsgebot).
Der Raum ist ab 19:30 h zugänglich.

Ein Gedankenexperiment: Was würde Jesus tun, käme er heute noch einmal? Vermutlich würde ihn sein Weg zur Synagoge vor Ort führen, denn er ist ja Jude. Hier ist er zu Hause!
Vielerorts würde er aber eine solche in Deutschland nicht (mehr) vorfinden und größere Städte aufsuchen, in denen es noch jüdisches Leben gibt (genau das, was auch Paulus vor 2000 Jahren tat, um von Jesus zu erzählen).
Vielleicht wäre er irritiert über die hohen Gebäude mit den Kreuzen auf der Spitze ihrer Türme. An einem solchen musste er ja sein Leben lassen. Der Gottesdienst, der darin stattfindet, wäre ihm fremd. Dass sich die Menschen dort "Christen" nennen, könnte jedoch auf sein Interesse stoßen: Wurde er nicht selbst hebräisch Messias, also griechisch Christós (latinisiert Christus) genannt? Berufen sich diese Menschen gar auf ihn?
Dieses Gedankenexperiment zeigt, dass wir unser Christentum nur verstehen, wenn wir das Judentum verstehen. Ohne Judentum keine Christentum! Wir können uns nur Christen nennen, weil (und nicht obwohl!) Jesus Jude war. Jeglicher Versuch, die Beziehung zwischen Christentum und Judentum zu vergiften, greift die Wurzeln des christlichen Glaubens an.