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In dieser Übersicht finden Sie alle Gemeinden der Pfarrei Hl. Michael in Deidesheim:

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Samstag, 18. August 2018

Taufelternbesuche

Mit der Taufe wird der Mensch Christ und Mitglied unserer Kirche. Es ist somit ein wichtiges, wenn nicht das wichtigste Ereignis im Leben einen Christen. Grund genug für unsere Pfarrei sich zu überlegen, wie wir damit umgehen. Erfahren Sie hier über unseren neuen Ansatz zur Taufvorbereitung.

„Und vielen Dank für das hier……“ – Junge Familien verabschieden sich aus dem Pfarrheim in Niederkirchen. Hinter ihnen liegt ein Nachmittag, der den Namen „Taufelternkatechese“ trägt. Begonnen hat er mit einer gemütlichen Kaffeerunde an einem liebevoll gedeckten Tisch, geendet hat er in der Kirche mit einer kurzen Andacht. Dabei konnten die Eltern eine Fürbitte für ihr Kind und / oder ihre Familie sprechen und wurden für ihre Aufgabe als Eltern mit Weihwasser gesegnet. Auch Patinnen und Paten sind herzlich willkommen, für Geschwisterkinder wird – wenn möglich – eine Kinderbetreuung angeboten.

Für diesen Nachmittag sind die meisten Taufeltern sehr dankbar. Auf dem Weg zur Taufe ist er in der Pfarrei Hl. Michael aber nur ein Baustein. Die Eltern, die ihr Kind zur Taufe anmelden, erhalten aus dem Pfarrbüro einen Brief, in dem ihnen auch ein Besuch angekündigt wird.

Denn seit Beginn dieses Jahres besucht ein Team aus Ehrenamtlichen um Pastoralreferentin Stefanie Müller die Familien auch zu Hause. „Wir haben gemerkt, dass ein vorgeschalteter Besuch vor dem Taufelterntreffen sinnvoll ist, um die Familie persönlich in ihrem Zuhause kennenzulernen und auf individuelle Erlebnisse und Erfahrungen in der Familie eingehen zu können“, erklärt die Pastoralreferentin. „Unser Ziel ist es auch zu hören, was Menschen  - und speziell junge Familien - brauchen, was ihre Wünsche sind.“

Denise Reinhardt ist eine der Ehrenamtlichen. Zum Einstieg überreicht sie den Eltern ein kleines Geschenk – Elternbriefe, eine Kinderbibel, Infomaterial, etwa über die Kinderkirche. Dann steigt sie ins Gespräch ein: „Meist frage ich zuerst, wie es der Familie im Moment geht.“ Der Alltag verändert sich durch ein Kleinkind sehr, und da kann Reinhardt als junge Mutter sofort etwas dazu sagen. „Häufig werden auch schon Fragen zum Thema Taufe gestellt, die ich dann so weit ich kann beantworte. Es geht also nicht um tiefgreifende Glaubensgespräche, sondern einfach darum, da zu sein und gegebenenfalls die eine oder andere Hilfestellung zu geben. Manchmal ist es einfach nur das offene Ohr, das die Familien brauchen“, so ihre Erfahrung.

Weil die Gespräche in dieser offenen Atmosphäre verlaufen, ist das Angebot bisher auch immer gerne angenommen worden: „Ich wurde immer positiv und freudig empfangen“, erzählt Denise Reinhardt. „Die Familien begrüßen uns manchmal mit Kaffee und Kuchen, und die Gespräche sind meist sehr offen und interessant“, fügt Stefanie Müller hinzu.

Manchmal, sagen die beiden, ist nach einer halben Stunde alles gesagt. Aber es kann auch länger dauern, so die Erfahrung: „Ich habe auch schon sehr persönliche Begegnungen gehabt, bei denen mir zum Beispiel ein Vater erzählt hat, weshalb er aus der Kirche ausgetreten ist und sein Kind trotzdem taufen lässt“ erinnert sich Müller.

Persönliche Begegnungen sind auch Denise Reinhardt wichtig – und manche davon sind sehr emotional. Sie berichtet von einer Familie, deren Kind viel zu früh geboren wurde. Die Mutter erzählte das bei der Taufelternkatechese, „und alle um Raum waren sehr bewegt.“

Für die Ehrenamtliche ist mit dem Hausbesuch und der Katechese allerdings das Thema Taufe nicht abgeschlossen: „Ich versuche, auch zu den Taufen zu gehen. Denn ich sehe mich als Vertreterin der Gemeinde, die das Kind und die Familie willkommen heißt“, betont sie.

Pfarrer Bernhard Braun würdigt dieses Engagement auf besondere Weise: „Er ruft mich bei der Taufe nach vorne und bezieht mich so mit ein. Das ist ein starkes Zeichen, dass wir gemeinsam eine Pfarrei sind.“ Und besonders schön ist die Taufe dann, wenn die Familien sie durch eigene Texte zu ihrer eigenen Feier machen. Ganz persönliche Fürbitten sind übrigens häufig die, die in der Taufelternkatechese entstanden sind.

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